Vom Vorprojekt bis zur Inbetriebnahme

Mai 2005

Bei drei parallel laufenden, völlig unterschiedlichen Großprojekten hat TBP Piesslinger seine Kompetenz als Gesamtplaner unter Beweis gestellt. Die PM 3 bei Dr. Franz Feurstein GmbH in Traun, die KM 11 von De Eendracht in Appingedam und die Papierfabrik der W. Hamburger in Spremberg gingen alle zwischen Dezember und April in Betrieb.

Wenn Zeitbudgets knapp und der Planungs- und Koordinationsaufwand hoch sind, dann ist TBP Piesslinger erster Ansprechpartner bei Projekten in ganz Europa. „Unser Anspruch ist, state of the art zu sein und alle Potenziale auszuschöpfen. Für unsere Kunden bedeutet das reife und maßgeschneiderte Lösungen aus einer Hand bei einer Minimierung von Schnittstellen und Komplexitätskosten. Vom Vorprojekt bis zur Inbetriebnahme.“ So beschreibt Ferdinand Wimmer, geschäftsführender Gesellschafter von TBP Piesslinger, die Leistungsbreite und das Selbstverständnis der Linzer Ingenieure.

In Österreich, in Holland und in den neuen deutschen Bundesländern hat Piesslinger jetzt bei drei sehr unterschiedlichen Projekten maßgeblich zur erfolgreichen und termingerechten Realisierung beigetragen.

Für die Produktion von Feinpapier wurde die neue PM 3 bei Feurstein in Traun konzipiert, die im Dezember `04 den Betrieb aufnahm. Die Projekttätigkeit von TBP Piesslinger umfasste die Bereiche Fremdzellstoffauflösung und Mahlung, PM einschließlich RSM, Dampf- und Kondensat-System, Faserrückgewinnung, Vakuumsystem, Ausschuss-System, Stärkestationen Speedsizer, Füllstoff-, Hilfsstoff- und Chemikalienaufbereitung von Abtank- bis Dosierstelle, Retentionsmittelanlage, Stärkeaufbereitung, Elektrik, Mittelspannungsanlage, Niederspannungsanlage, MRT, Automatisierung, Löschwasserversorgung und CE-Zertifizierung.
DeEendracht Karton NL
 

Die neue KM 11 von De Eendracht für gestrichene Faltschachtelkartons ist für 160.000 Jahrestonnen konzipiert. Der Auftragsumfang für TBP Piesslinger umfasste die Prozess- und Anlagenplanung, das Beschaffungsengineering, die Rohrleitungsplanung, EMSR inklusive Streichfarbenaufbereitung, die Montageüberwachung und die Inbetriebnahmeassistenz. Das entspricht etwa 30.000 Engineeringstunden und der Projektassistenz vor Ort über 15 Monate bis zur Inbetriebnahme im März.

 

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Der Neubau der Papier- und Wellpappenfabrik für White Top Testliner der W. Hamburger in Spremberg war ein Folgeauftrag für TBP Piesslinger. Nach der hervorragenden Zusammenarbeit beim Projekt Pitten beauftragte man TBP schon in der Ideenfindungsphase und in der Folge waren die Linzer verantwortlich für die Anlagenplanung der Stoffaufbereitung und der Papiermaschine, für die Koordinationsplanung WPA und für die Terminplanung und Überwachung der Montage. 
 

  

Bei allen diesen Projekten bediente sich TBP Piesslinger modernster Planungstechnologien wie

  • integrierte Planung mit dynamischer Simulation
  • datenzentrischer Ansatz für intelligente Schemata
  • Rohrleitungsstandardisierung nach den neuesten Vorschriften

Die in Spremberg angewendete Technologie hat das österreichische Unternehmen mit Hilfe von dynamischen Simulationen schon im Planungsstadium geprüft. Start up der Anlage war im April. Beim Feurstein-Projekt hat TBP Piesslinger auf die modernste verfügbare Softwarelösung zur schematischen Anlagenplanung zugegriffen. In einem „datenzentrischen Ansatz“ wurden alle prozessrelevanten Daten zentral verwaltet und mit bewährter 3-D Anlagenplanungs-Software verknüpft. Das ermöglichte eine verbesserte Daten- und Komponentensuche und damit ein optimales Beschaffungsengineering infolge flexibler Filterungsmöglichkeiten der zentralen Datenbank.

Eine weitere Entwicklung betrifft die Standardisierung der Rohrleitungsplanung. Unter Berücksichtigung der aktuellen Normen (Druckgeräterichtlinie) wurden richtungweisende Maßstäbe erarbeitet. Der Neuentwurf wurde dem TÜV zur Prüfung vorgelegt und von diesem freigegeben. Damit ermöglicht Piesslinger sowohl für den Planer als auch für den Errichter die bestmögliche Einhaltung geltender Sicherheitsstandards.

Für Hamburger Spremberg und für Feurstein Traun erbrachte TBP Piesslinger je 55.000, für De Eendracht 30.000 Engineeringstunden. „Zu unserer technischen Kompetenz gesellt sich auch eine ausgeprägte Innovationsbereitschaft“, meint Ferdinand Wimmer: „Mit unseren Stärken als Gesamtplaner und mit absoluter Kundenorientierung geben wir laufend neue Standards vor.“ Die Leistungspalette des Ingenieurbüros umfasst neben Beratung und Planung auch die Projektabwicklung, Contracting und Personalleasing. Das Unternehmen erwirtschaftet mit 110 Mitarbeitern einen Jahresumsatz von zehn Millionen Euro und wird im kommenden Jahr am Stammsitz in Linz neue und größere Räumlichkeiten beziehen. Bei der Zellcheming findet man TBP Piesslinger auf Stand 941.