PI-Network - Pressegespräch Zellcheming Expo 2003
Effiziente Netzwerker
Im PI-NETWORK, das vor zwei Jahren ins Leben gerufen wurde, akquirieren und betreuen PIC, TBP Piesslinger und BHM INGENIEURE gemeinsam mit anderen kompetenten Partnern Projekte auf dem Sektor Industrieplanung. Die Netzwerker bieten den Kunden Gesamtlösungen in den Bereichen Prozesse, Anlagen und Bauwerke bei einer Minimierung von aufwändigen Schnittstellen.
Mit dieser Zusammenarbeit reagiert das PI-NETWORK auf Marktentwicklungen, die von Internationalisierung und Globalisierung geprägt sind. Die Aufgaben werden zunehmend komplexer, Strukturen verändern sich und die Entscheidungen fallen weitgehend in Konzernzentralen. Ferdinand Wimmer, General Manager von TBP Piesslinger, sieht in diesen Trends einen wesentlichen Beweggrund für die Kooperation. Außerdem hat Piesslinger als Planungsunternehmen eine Größe erreicht, die die Abwick-lung von ein oder zwei Großprojekten pro Jahr voraussetzt. Der Wunsch nach Diversifizierung – derzeit ist Piesslinger stark auf Papier und Zellstoff fokussiert – ist der dritte Grund, der eine Partnerschaft nahe legte, so Wimmer.
Umworben wird das oberösterreichische Unternehmen schon seit Jahren. Interessenten dachten dabei aber weniger an ein Kooperationsmodell, sondern an den Erwerb der Firma. Die ersten Kontakte mit PIC entstanden eher zufällig. Im Zuge der Projekttätigkeit bei einem gemeinsamen Kunden entdeckten Piesslinger und PIC weitreichende Affinitäten und somit die Voraussetzungen für eine ernsthafte Partnerschaft. Die Finnen wollten ihre Präsenz in Zentraleuropa stärken und durch die Zusammenarbeit Barrieren in puncto Sprache, Mentalität und lokale Gesetzgebungen abbauen.
Alles aus einer Hand
BHM INGENIEURE ist ein weiterer logischer Partner, um für die Kunden ein ganzheitliches Paket zu schnüren. Die Bauplaner mit dem Stammhaus in Vorarlberg decken Kernbereiche wie Gebäude, Haustechnik, Sicherheit und Infrastruktur ab und sind Spezialisten in Fachbereichen wie etwa Bau- und Maschinendynamik. Alfred Haßler, General Manager von BHM INGENIEURE, sieht fachliche, geographische und zeitliche Flexibilität gepaart mit hoher Kundenidentifikation als besondere Stärken des Netzwerks und vergleicht die Zusammenarbeit verschiedener Ingenieur-Disziplinen mit einer Sportmannschaft. Jede Position muss erstklassig besetzt sein, die Ziele transparent und die Autorität des Captains / Projektleiters in Kombination mit der Selbstverantwortung jedes Einzelnen ist Voraussetzung für den geplanten Erfolg.
Die Vorteile, die das PI-NETWORK seinen Kunden bietet, sind evident. Das Netzwerk deckt ganz Europa ab, für jedes Projekt werden die Stärken der Partner zum auftragsspezifischen Optimum gebündelt und der Kunde hat nur einen Ansprechpartner. Diese Organisationsform nutzt die Schlagkraft des Verbunds und vermeidet Kultur- und Sprachbarrieren. Im Netzwerk werden jene Planungsteams gebildet, die fokussiert auf Kundenwünsche und knappe Zeitbudgets die spezifischen Aufgaben bestmöglich erfüllen. Zum Einsatz kommen standortnahe Unternehmen, die mit allen lokalen Verhältnissen vertraut sind und eine adäquate Nachbetreuung des Projekts sicherstellen.
Vorzeigeprojekt Stendal
Nach dem Vorprojekt „CTMP-Anlage Pirna“ läuft derzeit die Planungs- und Engineeringphase für das Zellstoffwerk Stendal auf Hochtouren. Dabei ist die umweltfreundliche, modernste Prozesstechnik auf eine Jahreskapazität von 550.000 Tonnen ausgelegt. Ein umfassendes Sicherheitsdenken und die Optimierung von Schnittstellen waren dabei neben Kompetenz, Kapazitäten und örtlicher Präsenz für die Entscheidung des Auftraggebers zugunsten von PI-NETWORK ausschlaggebend. Der Auftrag für TBP Piesslinger, BHM Ingenieure und PIC umfasst gesamt mehr als 120.000 Planungsstunden. Nach einer enorm kurzen Realisierungsphase von nur 22 Monaten erfolgt im Sommer 2004 die Inbetriebnahme.
Bei weiteren anstehenden Großprojekten wird derzeit gemeinschaftlich angeboten. Mit der Entwicklung der Zusammenarbeit sind alle Partner zufrieden. Die Kooperationsmaßnahmen beinhalten auch einen Personalaustausch, um eine Gleichartigkeit der Denk- und Arbeitsweisen zu gewährleisten. In Zukunft will das Netzwerk vermehrt Planungen für Energieanlagen, chemische und pharmazeutische Betriebe und die Mineralölindustrie anbieten. Überlegt wird auch die Akquisition von weiteren kleinen Partnerunternehmungen.