Investitionskrise macht Ingenieure findig

Oktober 2009

TBP Engineering setzt auf Energie- und Umwelttechnik

Der Totalzusammenbruch der Investitionstätigkeit in der europäischen Papier- und Zellstoffindustrie fordert die Ingenieure des Linzer Planungsbüros TBP Engineering heraus. Mit dem vorausschauenden Zukauf von Know-how und dem Aufbau von Netzwerken werden nun international neue Märkte in der Energie-, Umwelttechnik und Petrochemie erschlossen.
2008 war die Investitionslandschaft in der Papier- und Zellstoffindustrie noch in Ordnung. Dann ist der Markt gänzlich eingebrochen. „Heute haben wir uns von Großprojekten mit zehntausenden Engineering-Stunden weitgehend verabschiedet. Unsere Aufgabe und unsere Chance ist die Erschließung neuer Geschäftsfelder.“, so Ferdinand Wimmer, Geschäftsführer des größten Planungsbüros im deutschsprachigen Raum in der Papier- und Zellstoffindustrie. Jetzt, in dieser prekären Situation, profitiert das Planungsbüro mit seinen 105 Technikern aus der Erfahrung internationaler Großprojekte in der Papier- und Zellstoffindustrie. Wer Papierfabriken gänzlich im Detail planen kann, kennt sich erst recht in Teilbereichen wie der Energie- und Umwelttechnik bestens aus oder kann jederzeit Projekte in der Petrochemie umsetzen.

Neue Geschäftsfelder, konkrete Projekte
TBP Engineering kann auch bereits auf mehrere neue Projekte in diesen Geschäftsfeldern verweisen. So wurde die Firma für die Detailplanung zur Wiedererrichtung der Kesselanlage der OMV in Schwechat beauftragt. Auf dem Plan stehen auch die Basis- und Detailplanung zur Integration einer neuen Dampfturbine in einem Zellstoffwerk. Als mittelfristiges Ziel werden rund 30 Prozent des Umsatzes in der Energiewirtschaft angepeilt. Auch bereitet das Unternehmen derzeit viele Projekte im Bereich der Umwelttechnologie vor. Beispielsweise wird gemeinsam mit Fachhochschul-Studenten an einem Projekt gearbeitet, in dem Produktionswasser der Papierindustrie mit einer vom Unternehmen patentierten Membrantechnologie filtriert wird. Die ausgebrachten Inhaltsstoffe sollen in der Chemischen Industrie oder der Nanotechnologie wiederverwertet werden. Eingebunden in neue Netzwerke und Kooperationen mit mittelständischen Unternehmen in Österreich und Deutschland in der Energiewirtschaft kann nun so genanntes Contracting, das Planen und Liefern von Anlagen, durchgeführt werden.

Konsolidierung abgeschlossen, neuer Firmenname und Auftritt
Nach den Zukäufen und Know-how-Erweiterungen im vergangenen Jahr ist nun die Konsolidierungsphase der insgesamt acht Unternehmen und Beteiligungen abgeschlossen. Zum Ausdruck kommt das auch in der Umbenennung mit Oktober 2009 von TBP Piesslinger auf TBP Engineering. Im Internet präsentiert sich die gesamte Unternehmensgruppe neu unter www.tbp-group.com.

Die Leistungspalette des Ingenieurbüros umfasst neben Beratung, Studien und Planung auch die Projektabwicklung, Anlagenübersiedlung und Personalleasing. Die TBP Group erwirtschaftet im Jahr 2008 mit 105 Mitarbeitern einen Umsatz von 15 Millionen Euro.